Gabes
Jenseits der ockerfarbenen, nackten Bergregion des Dahargebirges liegt Gabès, die große maritime Oase, die mit ihren bunten Märkten, den Hennagärten und den schattigen Alleen der Palmenhaine zu einer Kutschfahrt einlädt. Die Stadt an sich ist wenig touristisch. Hier bestaunt der Besucher vor allem Alltagsleben à la tunisienne. Gabés ist als Provinzhauptstadt ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt und ist bekannt für seine Industriestätten sowie für seine Hochschulen. Einen Spaziergang zwischen den unzähligen Palmen in nächster Nähe zum Meer sollte man sich aber trotzdem nicht entgehen lassen.
Geschichte:
Die Phönizier hatten hier schon ihre Spuren hinterlassen. Die Römer gründeten hier die Hafenstadt Tacapae. Jahrhunderte später, um 680 , siedelte sich hier der Barbier und Weggefährte des Propheten Mohameds an. Er baute die erste Moschee des Ortes. Gabès lag zur damaligen Zeit in seiner wirtschaftlichen Blüte. Es galt als wichtiger Knotenpunkt für die Sahara-Karawanen und war Zentrum der Seidenweberei. Jahrhunderte lang war Gabès aufgrund seiner strategischen Lage immer hart umkämpft. Die ganz in der Nähe liegende Mareth-Linie war ein wichtiger Schauplatz im 2. Weltkrieg.







